SPD-Konferenz wählte Susanne Mittag aus Delmenhorst zur Bundestagskandidatin

Susanne Mittag, Delmenhorst, ist SPD-Kandidatin im Wahlkreis 28 (Delmenhorst – Wesermarsch – Oldenburg-Land) und will bei der Bundestagswahl im September 2013 Nachfolgerin von MdB Holger Ortel werden, der seit 1998 den Wahlkreis vertritt, aber für 2013 nicht erneut kandidieren wollte. Die 54-Jährige erreichte am Freitagabend im Gasthaus „Zur Linde“ in Kühlingen, Gemeinde Ganderkesee, bereits im ersten Wahlgang mit 50 der insgesamt 99 Delegiertenstimmen die erforderliche Mehrheit.

Susanne Mittag bei ihrer Bewerbungsrede. Im Hintergrund von links: Axel Brammer, MdL und Vorsitzender Unterbezirk Oldenburg-Land; Hanna Naber, Schatzmeisterin im SPD-Bezirk Weser-Ems; Karin Logemann, Vorsitzende Unterbezirk Wesermarsch; Detlef Roß, Vorsitzender Unterbezirk Delmenhorst; Katrin Schrade, Schriftführerin im Unterbezirk Delmenhorst.

Der 27-Jährige Mitbewerber Marcel Schmikale aus Brake erhielt 31 Stimmen, Hannelore Hunter-Roßmann, Wildeshausen, 18 Stimmen.

In ihren kämpferischen Reden bescheinigten sich alle drei Kandidaten gegenseitig „faires Verhalten“ bei den Vorstellungsterminen. Sie machten besonders deutlich, dass es im Wahlkampf der SPD um die Ablösung von schwarz-gelb geht und lehnten eine große Koalition ab.

Hannelore Hunter-Roßmann bedankte sich bei den drei Unterbezirksvorsitzenden besonders für die fairen Wettbewerbsmöglichkeiten in den vierzehn Vorstellungsveranstaltungen.

Susanne Mittag konnte mit ihrer kommunalpolitischen Erfahrung wuchern. Sie ist seit 16 Jahren im Rat der Stadt Delmenhorst und erhielt bei der Kommunalwahl 2011 die meisten Stimmen aller 42 Ratsmitglieder. In Weser-Ems ist sie stellvertretende Vorsitzende im Bezirksvorstand der SPD. Ihre Konkurrentin von der CDU bedachte Mittag mit der Bemerkung: „Die Agrarindustrie will ihre Lobbyistin direkt nach Berlin einschleusen“. Damit eröffnete sie gleich den Kampf um den Wahlkreis.

Hermann Bokelmann, der als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60plus in der Weser-Ems SPD gute Kontakte hat, betont: „Es gab diesmal keine Konfrontation zwischen den drei Bereichen Delmenhorst, Wesermarsch und Oldenburg-Land – auch keinerlei Absprachen oder Empfehlungen zwischen den Vorständen. Die Entscheidung wurde in einer echt demokratischen, freien und geheimen Abstimmung getroffen. Ich vermute daher, dass die Kandidaten Stimmen aus allen drei Bereichen bekamen. Das ist gut für die weitere Zusammenarbeit. Die neue Kandidatin ist als Delmenhorster Ratsfrau aus erster Hand mit den Problemen in der Metropolregion Bremen-Oldenburg vertraut. Sie kann somit unseren Wahlkreis in Berlin besonders gut zu Gehör bringen kann.“