Fehlende Fördermittel für Delmenhorster Wirtschaft und Arbeitsplätze

Die kürzlich veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Delmenhorst haben sich in den letzten Jahren zwar verbessert, die Arbeitslosenquote liegt jedoch weiterhin erkennbar über dem Umlandniveau. Lediglich Bremen hat hier problematischere Zahlen aufzuweisen. Im Rahmen der Fördergebietsneuabgrenzung für die Förderperiode 2007-2013 wurde die Stadt Delmenhorst der Arbeitsmarktregion Bremen zugeordnet; begründet wurde dies mit der engen, wirtschaftlichen Verflechtung.

Susanne Mittag

Aufgrund der damals guten Strukturdaten in Bremen wurde Delmenhorst keine Förderungsmöglichkeit zuteil. Die Diskussion über seither ausbleibende GRW-Mittel, früher GA-Mittel, im Rat der Stadt Delmenhorst dürfte einigen Ratsmitgliedern noch in Erinnerung sein.

Auf der GRW-Förderkarte im Internet kann festgestellt werden, dass ausschließlich Delmenhorst nach Ansicht der Landesregierung offenbar nicht förderwürdig ist, trotz einer im sog. ‚Hesse‘ Gutachten festgestellten Strukturschwäche und erforderlichem hohen Stabilisierungsbedarf. Später an Bremen gezahlte Fördermittel hatten keine Auswirkung auf Delmenhorst, da diese Mittel nur Bremen zugeteilt wurden. Während die Landkreise Wesermarsch, Oldenburg und sogar die Stadt Oldenburg erfreulicherweise als förderwürdig eingestuft wurden und durch die zwischenzeitliche Erhöhung der Mittel profitierten, wurden Anfragen seitens Delmenhorst nach einer Aufnahme in die Förderkulisse vom Land Niedersachsen immer abschlägig beschieden.

Derzeit wird die neue Förderperiode 2014-2020 vom Land Niedersachsen vorgeplant. Im Hinblick auf die bisherige für Delmenhorst gültige Zuordnung zur Arbeitsmarktregion Bremen und die damit bislang verbundenen Nachteile für Delmenhorst zu verhindern, ist es unabdingbar, die Zuordnung zu verändern, um die Delmenhorst aufgrund seiner wirtschaftlichen Lage zustehenden Fördermöglichkeiten endlich wieder zukommen zu lassen.

Susanne Mittag